Austauschbar zu sein kann den Druck nehmen. Es kann aber auch das Einzigartige an einer scheinbar unbeweglichen Wand zerdrücken. Was übrig bleibt sind nur willkürliche Fetzen vergessener Gedanken, die jeder für sich vereinnahmen könnte, und man würde sie glauben. Man würde sie eingravieren wollen in Schmuck, vor Stolz hinaustragen über beliebige Köpfe, Städte, Meere. Wo sie aus der Masse herausstechen können. Individualismus existiert nur im Kopf seiner Schöpfer. Wir nehmen diese fremden Fetzen in unsere Hände und geben sie als unsere aus, weil wir sie zusammengenäht haben. Die Farben bleiben unverändert, der Geschmack, der Duft, das Licht. Neu ist nicht mehr, was es noch nie gab, sondern was ein jeder selbst noch nicht kennt. Neu existiert aber bereits an einer X-beliebigen Wand.